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Rebecka Behrens, geb. Riess, *1873

1942 deportiert Ghetto Theresienstadt, ermordet 1944


Gröpelinger Heerstraße 167
Bremen-Gröpelingen

Rebecka Behrens


Rebecka (genannt Dora) Behrens, geb. Riess, wurde als Tochter von Gustav und Rosa Riess, geb. Hirsch am 25.1.1873 in Gnoien in Mecklenburg geboren. Sie war die Älteste von sechs Geschwistern. Sie heiratete 1894 in Gnoien den Kaufmann Julius Behrens, geb. 1861, aus Teterow. Zu einem nicht bekannten Zeitpunkt zog das Ehepaar nach Hamburg. Ihre Mutter starb 1911 in Hamburg, ihr Vater 1930.

Die Tochter Lotte von Julius und Rebecka Behrens wurde am 14.3.1900 in Hamburg geboren. Sie heiratete Walter Borchert in Hamburg, war als Stenotypistin tätig und bekam 1929 eine Tochter.

Rebecka Behrens kam 1931 von Hamburg-Altona nach Bremen. Vom 6.10.1931 - 30.3.1933 war sie in der Gröpelinger Heerstraße 172 gemeldet. Anschließend siedelte sie in das Jüdische Altersheim Gröpelinger Heerstraße 167 um. Sie wohnte zunächst im Nebengebäude in der Buxtehuder Straße 9 und später im Haupthaus.

Am 23.7.1942 wurde sie mit den anderen Bewohnern des Jüdischen Altersheimes in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort erlag sie am 30.10.1944 den unmenschlichen Entbehrungen.

Vier der Geschwister von Rebecca Behrens konnten auswandern. Eine Schwester wurde im Ghetto Riga ermordet.

An das Schicksal von Rebecca Behrens wird auf einer Stele am ehemaligen Jüdischen Altersheim, Gröpelinger Heerstraße 167, erinnert.

Petra Nothaft (2025)

Informationsquellen:
StA Bremen Akten E 4,54 – E11151, Einwohnermeldekartei
www.juden-in-mecklenburg.de (gnoien)

Glossarbeitrag
Theresienstadt