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Ida Blank, *1863

Deportiert 1942 Ghetto Theresienstadt, Ermordet Treblinka


Doventorsteinweg
Bremen-Mitte
ehemalige Straßenbezeichnung: Doventorsteinweg 59

Ida Blank


Ida Blank wurde am 27.11.1863 in Lauenstein/Krs. Hameln-Pyrmont geboren, als Tochter von David Blank und seiner Frau Caroline, geb. Cohn aus Beckedorf. Die jüdische Familie Blank war seit dem 18. Jahrhundert in Lauenstein ansässig und hatte ein gutes wirtschaftliches Auskommen, was sich im Erwerb eines Hauses zeigte. David Blank war zeitweise Vorsitzender der Synagogengemeinde von Salzhemmendorf zu der Lauenstein gehörte. Ida Blank lernte Putzmacherin und blieb unverheiratet.

1918 zog sie nach Delmenhorst in die Mühlenstraße 144, wo bereits Johanne Blank, verheiratete Hamlet, lebte. Sie könnte eine ältere Schwester gewesen sein. Im nahen Achim lebte ein Neffe. Später verzog Ida Blank in die Rosenstraße 33.

Die nationalsozialistische Diktatur brachte für die jüdische Bevölkerung Verfolgung und 1940 die Vertreibung aus Oldenburg und Ostfriesland mit sich. Am 2.7.1940 ist Ida Blank zwischenzeitlich in Bremen am Doventorsteinweg 59 gemeldet. Nach nur 10 Tag verzog sie nach Hamburg in das jüdische Altersheim an der Rotenbaumchausssee.

Am 15.7.1942 wurde die 79-Jährige von Hamburg mit 926 Personen in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Von dort kam sie am 21.9.1942 in das Vernichtungslager Treblinka, wo sie ermordet wurde.

Ida Blanks Name ist auf einer Gedenktafel am Delmenhorster jüdischen Friedhof vermerkt.

Christa Rödel (2026)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Einwohnermeldekartei
www.geschichte-hameln.de/gedenkbuch
www.gelderblom-hameln.de/judenhameln/gemeinden/judengemsalzhemmendorf

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Theresienstadt
Glossarbeitrag Judenvertreibung Ostfriesland / Oldenburg