Biografie im Erinnerungsportal, kein Stolperstein vorhanden
Franziska Levy, *1876
Deportiert 1942 Ghetto Theresienstadt, 1942 Treblinka, ermordet
Kohlhökerstraße 66
Bremen-Mitte
Franziska Levy

Die Jüdin Franziska Levy wurde am 17.9.1876 in Hannover geboren. Über ihr Leben ist nur äußerst wenig bekannt.
Von Beruf war sie Hausdame und in Bremen in der Kohlhökerstraße 66 gemeldet. In diesem Haus wohnte seit 1918 Max Markreich, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Bremen und späterer Autor der Bücher zur Geschichte der Juden in und um Bremen. 1938 flüchtete er nach Trinidad. Aufgrund ihrer beruflichen Ausrichtung und ihrer Wohnadresse könnte Franziska Levy seinen Haushalt geführt haben.
Am 14.3.1939 verzog sie nach Halberstadt, später nach München. Dort arbeitete sie als Pflegerin im Krankenhaus der Israelitischen Kultusgemeinde in der Hermann-Schmid-Straße 5-7.
Der erste Deportationszug, der am 3.6.1942 München Richtung Ghetto Theresienstadt verließ, trug die Bezeichnung „Transport II/1, Nr. 22“. Franziska Levy war eine der 50 Deportierten. Am 19.9.1942 kam sie von dort in das Vernichtungslager Treblinka, wo sie zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet wurde.
Kornelia Renemann (2026)
Informationsquellen:
Liste der Münchner Opfer der Schoa (https://rijo.hier-im-netz.de)
Statistik und Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich (https://www.statistik-des-holocaust.de)
United States Holocaust Museum (https://www.ushmm.org)
Abbildungsnachweis: Gedenkbuch München (https://gedenkbuch.muenchen.de)
Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Theresienstadt

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